Home sweet Home – Geduld zahlt sich aus!

Home sweet Home – Geduld zahlt sich aus! Das trifft hier im Hause mehr als zu!DSC_4695

Als wir vor 5 Jahren den Entschluss gefasst hatten, dass wir aus der Mietwohnung wieder ausziehen, da ich als Allergikerin mit dem Schimmel nicht klar kam, haben wir entschieden wir suchen ein Haus, damit wir nicht wieder mit anderen unter einem Dach wohnen müssen.
Nach langem suchen, war ein Haus gefunden, was mir auf dem 1. Foto so gar nicht gefiel, aber als wir hier her kamen, hatten wir alle das Gefühl „zu Hause“ zu sein! Bis es unser Haus wurde, dauerte es noch recht lang, da die Erbin nicht vorran kam und wir aber nach den Ferien unser Kind hier einschulen wollten. Ohne fließendes Wasser, halbfertigen Bad, sind wir dann auf eine Baustelle gezogen. Ohne Wohnzimmer wohnten wir auf 4 Räume verteilt, die jeweils max 13 m² hatte. Schlafzimmer & Kinderzimmer oben, Bad & Küche unten.DSC_5774

Im Anbau haben wir dann provisorisch unseren großen Tisch aufgebaut, damit wir wenigstens zum Geburtstag oder wenn Besuch kam nicht in der kleinen Küche hocken mußte. Wer von Haus auf Wohnmobil umsteigt, der hat in etwa eine Ahnung wie wir uns gefühlt haben, das Vorzelt war dann der Anbau.

Wie wir das ausgehalten haben? Wir wußten wenn wir uns den Fachwerkteil erobern und umbauen, dann haben wir Platz! Das dieses Vorhaben aber durch diverse Schicksalsschläge aufgehalten werden würde, damit hat niemand gerechnet! Ich hatte meinen Job als Fahrerin bei einer Autovermietung aufgegeben und bin in der Kita im Ort angefangen und es ging bergauf, so dachten wir.

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Jomo riss Mauern ein!

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Weihnachten 2011

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Weihnachten 2012


Januar 2012 erst mein Bandscheibenvorfall, im April der Verdacht auf eine Krankheit, der sich sehr schnell bestätigte. Dann eine Reha in Bad Liebenwerda, die nicht abzuwenden war, die Folgen: Krankengeld gestrichen und Rauswurf aus der Krankenkasse. Bericht beim WDR und in der Sonntagszeitung. Dann der Unfall meines Mannes und meine 2. Reha. Der Kampf gegen den ehemaligen Arbeitgeber, die BG und gegen zahlreiche Ärzte, so war dann 2013 fast zu Ende und Marco noch vor Weihnachten in der Klinik und Heiligabend? Es drohte ein Fest im Krankenhaus, ohne Tannenbaum! Im 1. Jahr war es noch provisorisch In diesem Jahr gab es einen ganz kleinen! Der Engel meines Sohnes war immer dabei!Dann ging es ins Jahr 2014 wieder mit Reha los, Marco durfte 4 Wochen los. Danach ging es direkt in die Psychosomatische, da ja alle daran glaubten, dass es Depressionen sind. Alles spitze sich zu, ich wollte und konnte nicht mehr! Ja ich wollte ausziehen, aber es fand sich keine Wohnung, die ich mit meinen körperlichen Einschränkungen nutzen konnte oder bezahlt bekäme. Marco setzte seine Medikamente ab und wurde ganz langsam wieder der der er mal war. Das Schuljahr ging zu Ende und mir wurde klar, ich will hier bleiben! Hier bei meinem Mann! Ich beichtete ihm alles. Für ihn brach eine Welt zusammen.

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Wir schleppten Steine, Schutt und dachten wir werden nie fertig!

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Ein Container nach dem anderen wurde gefüllt

Wir haben im letzten Jahr immer mehr Stück für Stück wieder aufgebaut. Mit viel Verständnis für den anderen haben wir es geschafft! Seine Diagnosen haben wir noch immer nicht alle, aber wir sind auf einem guten Weg! Ich bin Rentnerin, daran wird sich nichts mehr ändern. Mein größter Wunsch aber war, meine Küche ins Fachwerk zu bekommen. Ende 2015 sollten wir es wohl schaffen, so der Plan.

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Dort lag bis vor kurzem noch so viel Lehm, kaum zu glauben!

Dank einiger Änderungen im Gesetz bekamen wir finanzielle Unterstützung. Was soll ich sagen? Heimlich wünschte ich mir an meinem Geburtstag an meinem Esstisch im Fachwerk frühstücken zu können. Mein Mann, der Pessimist, niemals! Ich gab die Hoffnung nicht auf. In immer kleinen Schritten kamen wir unserem Ziel näher. Unterbrochen von vielen Schlafattacken und Angst meiner seits….

Essecke 1.2Mein Wunsch ging in Erfüllung! Ich habe mit meinen beiden Männern und meinen Eltern hier gemütlich gesessen!
Meine Männer haben es geschafft! Mein Geburtstagsgeschenk!!!Küche 2.2.Dort wo die kleinen Schränke stehen, steht ganz bald meine Küche! Küche 1.2Und dort wo der Ofen brennt, da kommt dann noch unser Wohnzimmer hin!Home 1.2Was lange währt…! Es ist noch nicht zu Ende. Ein schönes Wochenende!
Eure Nicole

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